Trauerkultur in Bewegung

Seit der Hospizbewegung Mitte der 80er Jahre, als man anfing, Aidskranke beim Sterben menschenwürdig zu begleiten, und der Regenbogenbewegung, die sich dafür einsetzte, dass auch Fehlgeburten eine würdevolle Beisetzung bekamen,  erleben wir eine Revolution in der Bestattungskultur.

Das Tabuthema Tod verliert mehr und mehr seinen Schrecken.
Die Trauerkultur ist in Bewegung. Hinzu kommt, dass viele Menschen in alle Welt reisen und Bestattungsrituale in anderen Kulturen sehen.
Der sich rasant vollziehende Wandel ist weder eine Laune noch Verlust von Pietät, sondern Teil des gesamtgesellschaftlichen Veränderungsprozesses. Immer mehr Menschen wollen auch ihren letzten Weg selbstbestimmt gestalten.  Angehörige wollen ein unvergessliches Andenken an ihren Verstorbenen bewahren. Statt traditioneller Einheitsbestattung setzen deshalb immer mehr Menschen bei der Beisetzung auf Individualität und Kreativität.

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